Fischartenatlas

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RECHTE UND ZITIER-VORSCHLAG

Die Rechte am Gesamtwerk liegen bei den Autoren. Zitate sollten wie folgt gekennzeichnet werden:

Brunken, H. & Vatterrott, H.-R. (2020): Fischartenatlas von Deutschland und Österreich. Digital verfügbar unter https://biodiv-atlas.de/fische/#!/home

Beim Zitieren einzelner Verbreitungspunkte (siehe Abbildung) sollte zusätzlich die originäre Datenquelle angegeben werden, z.B. wie folgt:

LAFKAT NRW (2006) [Record-ID 144403]. In: Brunken, H. & Vatterrott, H.-R. (2020): Fischartenatlas von Deutschland und Österreich. Digital verfügbar unter https://biodiv-atlas.de/fische/#!/home

HERKUNFT DER DATEN

Die Verbreitungsdaten stammen grundsätzlich aus fünf verschiedenen Quellen:

  1. Literaturrecherche (Publikationen, graue Literatur)
  2. In Schriftform publizierte Fischartenkataster der deutschen Bundesländer
  3. Datenbankabfragen von Fischartenkataster der Länder
  4. Citzien Science-Daten (direkt in den Atlas eingegebene, nicht anderweitig veröffentlichte Daten)
  5. Sonstige Datenbanken

1. Literaturrecherche: Ausgewertet werden sowohl Publikationen als auch sog. graue Literatur wie z.B. Gutachten, Infomaterial oder studentische Abschlussarbeiten. Voraussetzungen für die Übernahme der Daten sind zweifelsfreie Angaben zu Art, Ort und Zeit.

2. Fischartenkataster: In Schriftform publizierte Fischartenkataster der deutschen Bundesländer wurden von Hand in Verbreitungspunkte überführt. Soweit in den Katastern geografisch korrekte Verbreitungspunkte angegeben waren, ließ sich bei der Übertragung maßstabsbedingt eine entsprechende Unschärfe nicht vermeiden. Bei Katastern mit Verbreitungsangaben in Form von TK 25-Quadranten wurden die Mittelpunkte der jeweiligen Kartenblätter ermittelt und der Verbreitungspunkt dort gesetzt. Im Atlas erkennbar ist dies am streng geometrischen Raster der Verbreitungspunkte (Abb. 00), die Punkte liegen zudem meist außerhalb von Gewässern.

3. Datenbankabfragen: Von den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen sowie von der Österreichischen Bundesanstalt für Wasserwirtschaft (BAW) erhielten wir Datenbankauszüge aus den Landeskatastern.

4. Citzien Science-Daten: Als solche bezeichnen wir Daten, die direkt in den Atlas eingegeben werden und nicht anderweitig veröffentlicht oder gemeldet wurden. Die Eingabe ist möglich für registrierte User. Vor Freischaltung der Daten (d.h. Sichtbarmachung im Atlas) werden die Daten auf Plausibilität geprüft. Dies kann auch in Form von mitgesandten Fotos erfolgen.

5. Sonstige Datenbanken: Hierzu zählen z.B. Datenbanken aus Museen (ichthyologische Sammlungen) oder von Forschungseinrichtugen. Für die Meeresfische konnten wir z.B. auf die PANGEA- Datenbank VON WEM? zugreifen.

GENAUIGKEIT DER DATEN

Die Ortsangabe erfolgt punktgenau in Form von Koordinaten. Bei unscharfen Angaben (z.B. Ortsangabe wie „im Bodensee“) wird der Punkt nach Augenschein in die Mitte der geografischen Einheit gesetzt. In der Datenbank kann dabei der Punkt mit einer Unschärfeangabe in Metern versehen werden. Bei der Zeitangabe ist die genaueste Angabe der Tag des Nachweises. Das System akzeptiert auch Monat, Jahr oder auch Zeitspanne (z.B. „20.06.1999 – 06.02.2005“). Bei den letztgenannten Optionen setzt das System den Nachweistag immer auf den ersten des Monats bzw. des Jahres oder der Zeitspanne. Im o.a. Beispiel wird also „20.06.1999“ angezeigt, bei Jahresangaben analog immer der 1. Januar des Jahres (Eingabe „2013“ ergibt „01.01.2013“).

AKTUALITÄT DER DATEN

Literaturdaten werden regelmäßig aber nicht konsequent systematisch gesichtet. Bei von Dritten übermittelten Daten kann es arbeitsbedingt zu Verzögerungen kommen. Die Redaktion bemüht sich (nachdem das System nun nach längerer Zeit wieder funktioniert; Anm.: Stand Oktober 2019), evtl. noch bestehende Außenstände zügig einzuarbeiten. Bei den Fischartenkataster der Länder sind zum Teil nur die älteren, zu Beginn des Projektes verfügbaren Ausgaben berücksichtigt worden (Tab. 00). Auf eine Aktualisierung wurde verzichtet, da in Zukunft angestrebt werden soll, Daten auf elektronischem Wege zu erfragen. Hierzu musste jedoch erst die Überarbeitung des Systems (Datenbank, Darstellung im Web) abgewartet werden. Dies ist nun mit der Software-Architektur „Biodiversity Warehouse“ erfolgt (Stand: Jahresende 2019).

QUELLENANGABEN

Jeder Verbreitungspunkt ist mit einer Quellenangabe mit zugehöriger Referenznummer hinterlegt. Beim Mouse-Over erscheint dieser im Volltext. Ein Gesamtliteraturverzeichnis wird derzeit erstellt (voraussichtlich verfügbar ab Februar 2020).

STRUKTUR DER DATEN

Die Basis der Verbreitungskarten besteht aus Verbreitungspunkten. Ein Verbreitungspunkt zeigt das Vorkommen einer Art zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort an. Organisiert werden die Daten in Form von Records (entsprechend z.B. „Fang“, „Beobachtung“, „Beprobung“). Einem Record, der jeweils mit einer eindeutigen Record-Identifizierungsnummer versehen ist (Record ID) können mehrere Arten zugeordnet werden. Im Datenmodell werden dabei

  • artspezifische Daten (Status, Bemerkungen) und
  • Record-spezifische Daten (Ort, Zeit, Methode, Bemerkungen)

unterschieden. Nicht alle Details eines Datensatzes (z.B. Häufigkeit, Bemerkungen) werden in den Verbreitungskarten bei den Artbeschreibungen angezeigt. Sie lassen sich aber bei der Datenabfrage für weitergehende Auswertungen verwenden. Die Möglichkeit zum Filtern von Daten und deren Export ist ggf. von den Nutzungsrechten der User abhängig. Ein entsprechendes Konzept ist derzeit in Bearbeitung (Stand: 16.10.19).

MÖGLICHKEITEN ZUR MITARBEIT

Ziel von Fischfauna-Online ist die Zusammenstellung, Organisation und Verbreitung von fischkundlichen Daten. Im Teilprojekt Fischartenatlas werden Verbreitungsdaten zusammengestellt. Dies erfolgt rein ehrenamtlich und im Sinne der Gedanken von Open Access und Citizen Science. Jegliche Mitarbeit oder Unterstützung auf dieser Basis ist daher ausdrücklich willkommen. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

  • Registrierung. Als registrierte User können Sie Verbreitungsdaten einfach und komfortabel direkt über eine PC-Maske eingeben (ab Februar 2020 auch
  • Per Smartphone-App). Eine Registrierung erhalten Sie per Mailanfrage an die Redaktion.
  • Zusendung von Informationen. Jederzeit sind wir dankbar für die Zusendung von Verbreitungsangaben (sichere Artbestimmung wird vorausgesetzt), fischkundlich bedeutsamen Informationen, Publikationen (auch ältere!) und insbesondere auch von Fotos zur kostenfreien Verwendung.

Entsprechend dem Open Access-Gedanken werden die Daten bei der Veröffentlichung in Fischfauna-Online mit der Quelle gekennzeichnet und für die Allgemeinheit frei verfügbar bereitgestellt. Zusendungen werden an die Redaktion erbeten.