Empfehlungen für die wissenschaftliche Fischhaltung: Tropische Reisfische aus Sulawesi (Beloniformes,Adrianichthyidae)
Reisfische
Reisfische sind kleine Süß- und Brackwasserfische aus Süd-, Südost- und Ostasien.
Etablierte Modellorganismus in Medizin und Entwicklungsbiologie
Medaka, ein Artenkomplex aus Oryzias latipes und eng verwandten Reisfischen aus Japan, Ostkorea und China, ist ein etablierter Modellorganismus in Medizin und Entwicklungsbiologie. In wissenschaftlichen Laboren werden Medaka und andere kleine Reisfischarten in der Regel in mittelgroßen Süßwasser-Kreislaufsystemen gehalten, wobei in 2-Liter-Aquarien jeweils ein Brutpaar oder bis zu zehn ausgewachsene Tiere gehalten werden. Medaka können problemlos in den selben Aquariensystemen wie Zebrafische (Danio rerio) gehalten werden, da sie ähnliche Ansprüche an Wasserqualität, Temperatur und Lichtzyklus stellen. Diese Bedingungen sind jedoch für die meisten anderen Reisfischarten nicht geeignet. Eine allgemeine Empfehlung für die Haltung aller Reisfische zu geben erscheint nicht angemessen, da die Arten unter verschiedenen Umweltbedingungen vorkommen und sich sehr unterschiedliche ökologische Anpassungen, Verhaltensweisen und Lebensgeschichten entwickelt haben.
Empfehlungen für Haltung und Zucht
Hier geben wir Empfehlungen für die Haltung und Zucht tropischer Reisfischarten aus Sulawesi, wobei wir den Schwerpunkt auf ihre spezifischen Bedürfnisse legen.
Publikation

Sulawesi-Reisfischarten. A (Obere und mittlere Zeile): Bilder von ausgewählten männlichen Sulawesi-Reisfischarten; (untere Zeile): Eitragende Weibchen der transferbrütenden Art Oryzias nigrimas (links) und der bauchbrütenden Art O. eversi (rechts) mit weit entwickelten Eiern. Der Plug (unten links) ist ein Gewebe, das sich während des Brütens innerhalb des Weibchens bildet. Quelle: Schwarzer et al. (2026).