Herzlich willkommen bei der
Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI)

Die deutschsprachige Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI) ist ein Zusammenschluss von Fischkundlern/innen (Ichthyologen/innen) und Interessierten aus allen Bereichen der Fischkunde, wie z.B. Wissenschaft, Fischerei oder Aquaristik. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fischen und die Schaffung eines deutschsprachigen Forums für Information, Kommunikation und Publikation im Bereich der Fischkunde. Wesentliche Elemente der GfI-Aktivitäten sind die Ausrichtung der wissenschaftlichen GfI-Tagungen, die Herausgabe des Internetportals Fischfauna-Online und die Publikation von Fachbeiträgen wie dem Bulletin of Fish Biology. (Der Bezug des Bulletins of Fish Biology ist im Beitrag enthalten.)

 


Aktuelles:

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und internationale Kolleginnen und Kollegen haben nun erstmals die globale Bestandsentwicklung der größten Wirbeltierarten in Binnengewässern quantifiziert: Von 1970 bis 2012 sind die weltweiten Bestände der Süßwasser-Megafauna um 88 Prozent zurückgegangen – der Verlust ist damit doppelt so hoch wie bei Wirbeltieren an Land oder im Meer. Besonders betroffen sind große Fischarten. „Die Ergebnisse sind erschreckend und bestätigen die Befürchtungen von Expertinnen und Experten, die sich mit der Erforschung und dem Schutz der Süßwasserfauna beschäftigen“, stellt Sonja Jähnig fest, Leiterin der Studie und Expertin für den Einfluss des globalen Wandels auf Fließgewässerökosysteme am IGB. Im untersuchten Zeitraum sind die Bestände großer Süßwassertierarten um 88 Prozent zurückgegangen, vor allem in den Regionen Orientalis (um 99 Prozent) und Paläarktis (um 97 Prozent) – erstere umfasst Süd- und Südostasien sowie das südliche China, letztere Europa, Nordafrika und den größten Teil Asiens. Große Fischarten wie Störe, Lachsfische und Riesenwelse sind besonders betroffen: sie führen mit 94 Prozent die traurige Spitze an, vor Reptilien mit 72 Prozent Rückgang. Pressemitteilung des IGB

PM - Buntbarsche im Riftvalley - Neues Licht auf Cichliden-Evolution in Afrika: Ein interdisziplinäres Team unter dem Dach des GeoBio-Centers der LMU entwickelt einen integrativen Ansatz, um fossile Buntbarsche zu klassifizieren.

Ausschreibung in der Abteilung „Meeresnaturschutz" auf der Insel Vilm: Wissenschaftlich-technische Mitarbeiterin/ wissenschaftlich-technischer Mitarbeiter (m/w/d) (Diplom-FH oder Bachelor-Abschluss) für das Fachgebiet II 5.2 "Meeresschutzgebiete, Management, Monitoring“ (Leitung: Dr. Jochen Krause). Es handelt sich um ein attraktives, vielseitiges Tätigkeitsfeld, welches u.a. Fachwissen im Aufbau und Betrieb einer technischen Infrastruktur zur Kontrolle und Überwachung der AWZ-Naturschutzgebiete erfordert und die Unterstützung der Durchführung des Zustands- und Effektmonitorings beinhaltet. Weitere Informationen unter: https://interamt.de/koop/app/stelle?id=524927. Informationen zum Tätigkeitsfeld der Abteilung unter: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz.html.

Ein spannender Beitrag zur innerartlichen Vielfalt unserer Fischfauna und deren Konsequenzen für den Artenschutz: "Testing the devil’s impact on southern Baltic and North Sea basins whitefish (Coregonus spp.) diversity" - Open Access Research Article von Thomas Mehner, Kirsten Pohlmann, David Bittner und Jörg Freyhof. Hintergrund: Die Vielfalt und Phylogenie der Maränen und Felchen (Gattung Coregonus) ist komplex und umfasst viele endemische Arten, die von hohem Schutzniveau sind. Aufgrund der kommerziellen Bedeutung der Maränenfischerei gab es jedoch immer wieder Besatzmaßnahmen und Translokationen, was die Identifizierung der lokalen Bestände als Schutzeinheiten (conservation units) erschwert. Die Arbeit untersucht die komplexe Geschichte des Schaalsees (Norddeutschland), für den eine Sage berichtet, dass der Teufel Felchen aus dem mitteleuropäischen Bodensee in diesen See geworfen hat.